| Griechische
und römische Philosophie nach Aristoteles
Zur Periode:
Nach Alexander dem Grossen zerfiel das griechische
Reich im wesentlichen in 3 Teilstaaten: Makedonien, Syrien und Ägypten.
Innerhalb der Staaten wie auch nach aussen
wurden Machtkämpfe
ausgetragen. Neben Athen, der Hauptstadt der griechischen Philosophie,
gewann zunehmend Alexandria (große Bibliothek) an Einfluß auf
die Fortentwicklung der Philosophie. Dadurch wurden Einflüsse
aus Ägypten,
Persien und Indien eingebracht.
Zur Beilegung ihrer internen Streitigkeiten riefen die Griechen
immer wieder Rom um Hilfe an. Die Hilfe wurde gewährt. Damit
ging auch Macht an das römische Weltreich über, bis Griechenland
schliesslich zu einer Kolonie Roms wurde. Umgekehrt übten aber
aucvh die Griechen auf Kunst und Kultur der Römer einen besonders
intensiven Einfluß aus.
Griechischer Schmuck für
die römischen
Frauen, griechische Säulen für die römischen Tempel
und griechische Literatur und Philosophie für die weltoffenen,
bildungshungrigen Römer wurden
importiert. Damit veränderte sich deren Denkweise. Die "Götterwelt" wurde
gegen analytisches Denken und Wissen eingetauscht.
Im Verfolgen ihrer großen militärischen
Ziele, lösten die Römer viele technische Probleme der
Kriegsführung
(z.B. Archimedes). Selten waren jedoch grundsätzliche philosophische
Betrachtungen eine Stärke kriegerischer Nationen. Während
die griechische Philosophie Begriffen wie Kosmos (das Weltganze),
Logos (Urphänomen der alldurchwaltenden Vernunft), Eros (das Schöne)
nachsann, hatten die mehr praktisch eingestellten Römer
Recht, Staatswesen und die Einordnung des Individuums in den
Staat zum Mittelpunkt ihres Denkens gemacht. Damit verlegte
sich der Schwerpunkt
der Philosophie weg von der Spekulation über die Natur und hin
zur Ethik und zur Staatsphilosophie. Eine Änderung dieser Denkweise
erfolgte erst mit Annahme des Christentums.
Die römische Kriege führten zu einer soldatisch einfachen
Lebensweise, zu Eroberungen und Niederlagen mit nachfolgendem Wohlstand
bzw. Einschränkungen. Dies
mag die Denkweisen der
Stoiker
und
Epikuräer
gefördert haben. Beide Schulen stellten den Menschen mit seiner
Einpassung in das Staatsgefüge und seine private Ethik in den Vordergrund.
Die Stoiker lehrten einen direkten
Zusammenhang zwischen Naturverständnis und Sittlichkeit. Das
naturgemäße Leben ist gut und tugendhaft. Sind Körper
und Geist beim Menschen in Einklang, so wird der Einzelne aufgrund
seiner natürlichen Vernunft sich auch von den Affekten abwenden
und den Pfad der Tugend verlassen. Affekte sind also die gösste
Gefahr für die Seelenruhe und man muss lernen
die Vernunft recht zu gebrauchen.
Für die Epikuräer ist
der ethische Anspruch von besonderer Bedeutung.
Der Mensch ist Spiegel der Natur und der Naturordnung. Ziel ist
eine
Befreiung von Furcht und unmäßigen Begierden und Förderung
der naturgemäßen Lust. Epikuräisches Denken ist
damit eine Ausnahme vom abendländisch etablierten Verständnis;
es setzt nicht primär auf die menschliche Vernunft als
wesentlichen Maßstab und erwirbt sich damit den Ruf "Lüstlinge"
heranzubilden.
Die Eklektiker sind Philosophen
die aus anderen Lehren das ihnen zusagende auswählen und übernehmen
Der Ausspruch des Paulus : "Prüfet
alles und das Gute behaltet", trifft den Denkmodus der Eklektiker
ziemlich genau.
Man unterscheidet zwischen einem römischen
und einem alexandrinischen Elektizismus. Der römische Eklektizismus
Ciceros richtet sich auf
die römische Verfassung und Cäsar, den Diktator auf
Lebenszeit.
Der alexandrinische Elektizismus, entstanden durch Philon (jüd.
Philosoph, 25 vuZ - 50 uZ) bildet christliche Gedanken vor (z.B.
Erleuchtung oder Logos,
der
" Sohn Gottes" genannt wird und als Vermittler und Fürsprecher
fungiert.
Das zerfallende
spätrömische Reich, konfrontiert mit dem Christentum,
läßt die ursprünglichen griech.-röm.philosophischen
Systeme als fragwürdig erscheinen. Erneut treten die Skeptiker auf
den Plan (Pyrrhonische Skepsis des Sextus Empirikus).
Diese Schule untersucht die Erkenntnisfähigkeit des Menschen
und kommt zu
negativen Ergebnissen. Ihre Zweifel sind vor allem gegen die dogmatischen Systeme
der Spätantike
gerichtet. Die ältere Skepsis entstand bereits ~ 350 vuZ in Griechenland,
die mittlere Skepsis umfaßt eher den römischen Einflußraum.
Der Neuplatonismus schliesslich
vermischt orientalisches Gedankengut mit den Ideenlehren Platons. Die
Seele stammt aus dem Göttlichen und soll durch tiefe Versenkung
in eine Unio mystico mit dem Göttlichen kommen. Der Neuplatonismus
trägt sehr mystische Züge.
529
schließt der christliche Kaiser Justinian die Akademie des
Platon in Athen und verbietet weiteren Unterricht in Philosophie.
Der letzte Antike Philosoph Boethius wird hingerichtet. Damit ist
das Ende der antiken Philosophie gekommen.
Weltbild und Lebensgefühl:
Einzeldarstellungen
Wissenschaft: Einzeldarstellungen
Kunst: Einzeldarstellungen
Vertreter / Werke
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Griechische und römische Philosophie nach Aristoteles
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| Die Stoiker:
Zenon der Stoiker, Cleanthes, Poseidonios, Seneca, Marc
Aurel,
Epiktet |
| Die Epikuräer:
Epikur
von Samos, Lukrez, Horaz |
| Die Skeptiker:
Phyrrhon, Arkesilaos, Sextus
Empirikus |
| Die Eklektiker (grch.:Auswähler)
Cicero,
Philon von Alexandria |
| Die Neuplatoniker:
Ammonius Sakkas, Plotin, Jamblichos
|
| Ausklang der antiken Philosophie
Boethius
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Einzeldarstellungen, Materialien, Quellen
Leittabelle Philosophiegeschichte, Zeittafel
Geschichte Roms,
Philosophenliste nach Epoche
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