Alberus Erasmus
Von einem Hanen
Zu Sternbach war ein reicher man /
der hatt ein hof / da war ein han /
Der gieng umbher / und scharr im mist /
wie dann der huner gewonheit ist.
Da fand er etwas / das war klein /
das selbig war ein Edelgstein.
Was find ich da so glitzericht?
sprach er / es nutzt mir eben nicht.
Wehr irn ein reicher kauffman hie /
er wer so hoch erfrewet nie /
Der wust wol / was er mit thun sölt /
und das es ihm vil geldes gölt /
Ich weiss nit / was ich mit soll thun /
weiss nit mehr dann ein ander hun.
Drumb wehr es noch so hubsch und schon
so gibt mirs doch geringen lohn /
Und fünd ich tausent edelgstein /
ich acht sie allzumal gar klein.
Fund ich dafur uff dissem mist
ein gersten korn / mir lieber ist.
Morale / oder Verstand so aus Dießer
Fabel zunehmen.
Der Edellstein die künst bedeut /
und der han die tolle leut /
Und die noch nichts dann wollust streben /
fressen und sauffen ist ihr leben /
Sie fragen nichts noch gutter ler /
ein voller bauch ihn lieber wer.
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