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Anonym
Ein Jätermädchen
Ein Jätermädchen, jung, frisch, gut,
Auf steilem Berg im wilden Plan,
Das gibt mir Freud und hohen Mut
Grad um die Zeit, wenn sich im Tann
Mit Laub begrünt die Eichen.
Ich wart auf sie recht wie ein Fuchs:
Im dichten Buschwerk lieg ich schlau,
Kuck aus den Stauden - Duck dich, Luchs! -
Bis ich ihr fast ans Braune schau.
Auf allen Vieren kreuchen!
Nur nicht verscheuchen!
Ihr roter Mund, so fein und
rund,
Der schmeckt versüßt und zuckerfrisch.
Füßlein kleine, weiße Beine,
Brust erlesen, nur ihr Wesen
Ist leider etwas berglerisch.
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