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Dach
Simon 1605-1659
Lebensdaten
Am 29. Juli 1605 in Memel als Sohn eines Gerichtsdolmetschers geboren,
am 15. April 1659 nach jahrelangem Leiden an Schwindsucht in Königsberg
gestorben.
1621-26 Stadtschule in Wittenberg und Gymnasiums in Magdeburg.
1626 Kehrt wegen Pest- und Kriegsgefahr über Hamburg und Danzig nach Königsberg
zurück und schreibt sich als Student der Theologie ein. Widmet sich den
klassischen Sprachen, der Rhetorik und Poesie, ohne sein Studium mit einem
akademischen Grad abzuschließen.
1630-59 Zahlreiche der rund 1250 deutschen Gedichte Dachs, die zu Hochzeiten
oder Todesfällen verfaßt sind, erscheinen in Einzeldrucken.
1633 Kollaborator (vierter Lehrer) an der Domschule In Königsberg
1636-39 Konrektor der Königsberger Domschule.
1639 Am 1. August Ernennung zum Professor der Poesie. Im folgenden Jahr
wird Dach zum Magister promoviert. Fünfmal übernimmt er in den kommenden
Jahren das Amt des Dekans, 1656 das des Rektors.
1641 Heirat mit Regina Pohl. Mit ihr hat er fünf Kinder
1644 Im Rahmen der 100-Jahrfeier der Universität wird Dachs Singspiel
Sorbusia aufgeführt. Die (größtenteils verschollene) Musik stammt von
Dachs Freund Heinrich Albert (1604-1651), der auch ca. 120 seiner Lieder
vertont und zusammen mit anderen nach Texten des Königsberger Dichterkreises
1638-54 veröffentlicht.
1658 Erhält vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, der Dachs Dichtung
schätzt, das kleine Gut Kuykeim auf Samland zum Geschenk.
1680 Dachs Witwe veröffentlicht unter dem Titel Chur-Brandenburgische
Rose, Adler, Löw und Scepter als Festgabe zum 40jährigen Regierungsjubiläum
die Gedichte Dachs, die dem Kurfürsten gewidmet sind.
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