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Mosen Julius

Der Trompeter an der Katzbach.

Von Wunden ganz bedecket,
der Trompeter sterbend ruht,
an der Katzbach hingestrecket;
der Brust entströmt das Blut.

Brennt auch die Todeswunde,
doch sterben kann er nicht,
bis neue Siegeskunde
zu seinem Ohre bricht.

Und wie er schmerzlich ringet
in Todesängsten bang,
zu ihm herüber dringet
ein wohlbekannter Klang.

Das hebt ihn von der Erde,
er streckt sich starr und wild; —
dort sitzt er auf dem Pferde
als wie ein steinern Bild.

Und die Trompete schmettert —
fest hält sie seine Hand —,
und wie ein Donner wettert
Viktoria in das Land.

Viktoria! — so klang es,
Viktoria! — überall;
Viktoria! — so drang es
hervor mit Donnerschall.

Doch als es ausgeklungen,
die Trompete setzt er ab; —
das Herz ist ihm zersprungen,
vom Roß stürzt er herab.

Um ihn herum im Kreise
hielt's ganze Regiment;
der Feldmarschall sprach leise:
"Das heißt ein selig End'."