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Schirmer David
Über seine Träume
Sind Träume lauter nichts / wie daß sie mich
bewegen ?
sind sie denn Freud und Lust / wie daß ich traurig bin ?
sind sie vol Lieblichkeit / wie daß mein toder Sinn
sich muß / O Marnie / zu deinen Füssen legen.
Ich sahe heint zu Nacht dich deiner Liebe pflegen.
Du warst es ja gewiß / O schöne Halb-Göttin.
Ein nacket Nymphen-Bild lief zu den Schwanen hin /
zun Schwanen / die im Thal stets ihre Lieder hegen /
Und küsset eines Mund. Ich fühlte Süssigkeit.
Die Liebe stieß alsbald nach meinem krancken Hertzen.
Drauf ließ ich meinen Schlaff. Nichts blieb als tausend Schmertzen /
die ich noch klagen muß bey später Abends-Zeit.
Sie sind nun was sie sind / so gläub in vollen Sorgen /
im Traume-Nebel liegt die Wahrheit doch verborgen.
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