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Thales von Milet ~ 624 - 546 vuZ Geboren ~ 624 vuZ in Milet, gestorben ~ 546 (nach Aufzeichnungen des
Apollodor). Thales hatte zum einen den Grundgedanken, daß alles Seiende einen gemeinsamen, natürlichen Ursprung haben muß und zum anderen die klare Erkenntnis, daß hinter dem Wandel der Erscheinungen, wie Sommer/Winter, Blühen/Verwelken, Geburt/Tod ein allen Dingen gemeinsamer, unzerstörbarer, unveränderlicher Urgund steht, der durch vielfältige Wandlungen die Dinge aus sich hervorbringt, aber auch sie wieder in sich zurücknimmt und so den zeitlosen Weltprozeß verursacht. Sein Schüler Animaxandros hat diese Gedanken weiterentwickelt. Er gehört zur Gruppe der »Sieben Weisen« und ist das älteste Mitglied. Es läßt sich nicht klären, ob der berühmte mathematische »Satz des Thales« tatsächlich auf ihn zurückgeht. Das einzige gesicherte Datum in seinem Leben ist der 28.5.585 vuZ; er hatte für diesen Tag eine Sonnenfinsternis vorhergesagt. Diese wurde durch nachträgliche Berechnungen von Astronomen bestätigt. Die Griechen setzten sich auf ihre Weise mit dem Forscher Thales auseinander.
Als er nachts aus dem Haus ging, um den Himmel zu studieren, fiel er in
ein Brunnenloch. Eine thrakische Magd machte sich daraufhin über
ihn lustig mit der Bemerkung, er sähe wohl was am Himmel, aber nicht
was zu seinen Füßen geschehe. In dem Gespräch verkörpert
die Magd die praktische Seite des Lebens (Essen und Trinken) und Thales
die theoretische (Sternengucker). Ein Vorläufer des Belächelns
der Theoretiker durch die Praktiker war durch diese Bemerkung geboren.
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